Fachinstitut für Bestattungen Ihr "Geprüfter Bestatter" für Biebertal, Wettenberg, Heuchelheim, Hohenahr und Umgebung Tel.: (06409) -2371 oder -7327
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                     Wenn Kinder trauern

"Engel schweben immer an Himmel rum, nur zum Essen und Trinken kommen sie runter, weil es oben nichts gibt.

Engel müssen nachts auf dem Bauch schlafen, weil sie sonst ihre Flügel verknüllen und weil man die nicht bügeln kann.

Wenn es am Himmel dunkel wird, können sie nichts mehr sehen. Aber dann fangen sie an, ganz gelb zu leuchten, wie Glühwürmchen."

 

So stellt sich Paula (5 Jahre) den Himmel

und die Engel vor.

M. Frank-Waldschmidt, Hebamme & Erzieherin

Der Tod eines lieben Menschen, ob für uns absehbar oder völlig überraschend, bringt unsere Welt ins wanken.

Trauer, Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Leere und Ohnmacht sind Gefühle, die viele in solch einer Situation erleben. Der Fokus ändert sich. Plötzlich ist so vieles zu überlegen und zu entscheiden.

Und zwischen all den Erwachsenen, die von Ihrer Trauer oftmals überwältigt sind, sind meist auch Kinder betroffen.

 

Auch sie verstehen in diesen Momenten die Welt nicht mehr, bzw. das Verhalten der Erwachsenen um sie herum. Je nach Alter und Entwicklungsstand begreifen Kinder jedoch mehr, als wir Erwachsenen ihnen zutrauen. Auf jeden Fall spüren

sie aber, dass "etwas Schlimmes passiert ist" bzw.

"etwas nicht stimmt".

 

Trauer ist eine gesunde Reaktion auf einen Verlust. Ohne sie wäre es weder Kindern noch Erwachsenen möglich, Verluste im Leben zu integrieren und sich neu zu orientieren.

Trauer tritt zudem nicht nur in Verbindung mit Tod & Sterben auf. Fast täglich müssen wir uns etwas oder jemandem verabschieden (z.B dem Kindergarten; dem verloreren Kuscheltier; dem besten Freund, der umzieht, etc.) Diese Ereignisse müssen verarbeitet werden. Und das können wir, indem wir trauern.

 

 

                       "Gibt es im Himmel Kaugummi?" (Luis, 5 Jahre)

Kinder haben eine völlig andere Wahrnehmung und Sicht auf die Dinge. Sie gehen mit dem Thema ganz anders um, als wir Erwachsenen. Waren sie soeben noch untröstlich trauig, können sie im nächsten Moment schon wieder unbeschwert über die Wiese tollen.

Man spricht bei Kindern auch von "Trauerpfützen". Sie sind eben so schnell wieder aus der Traurigkeit heraus, wie sie in diesen Momemt "hineigehüpft" sind. Bis dann die nächste "Pfütze" kommt... Dies hat nichts damit zu tun, dass ihnen die verstorbene Person gleichgültig war. Dieses Verhalten ist für sie geradezu ein überlebensnotwendiges Schutzprogramm. Oder sie löchern Erwachsene mit Fragen, wie z.B. die große Oma in die kleine Urne hineinpasst oder was mit dem Körper passiert, wenn man gestorben ist.

Sie wollen immer wieder hören, wie es war, als z.B. Opa starb.

Diese Suche nach Antworten ist Teil ihrer Trauerarbeit.                     

 

                                     Kinder trauern einfach anders!

Dies ist ihr Weg, ihre Welt neu zu ordnen und so zu verstehen und zu begreifen.

Sie haben zudem meist ihre ganz eigenen Vorstellungen zum Thema Sterben & Tod.

Um so wichtiger ist es, dass sie nicht aussen vor gelassen werden.

Dies passiert leider immer wieder - meistens ungewollt und unbewusst.  

Aber die Beteiligung an der Verabschiedung eines geliebten Menschen ist ein wichtiger Teil der Trauerarbeit. Das gilt auch für Kinder! Denn wenn sie ausgeschlossen werden, empfinden sie dies als verwirrend und fühlen sich verlassen.

Wichtig ist, dass dieses "Teil haben" nicht erzwungen wird. Es sollte achtsam und dem Kind entsprechend, gestaltet werden.

 

Erst mit etwa acht bis neun Jahren sind Kinder in der Lage zu verstehen, was sterben bedeutet. In diesem Alter werden sie sich auch darüber bewusst, dass ihr eigenes Leben irgendwann einmal endet. Gerade im Trauerfall, kann dies beim Kind Ängste auslösen.

("Muss ich morgen auch sterben, so wie die Oma?"). Manchmal entwickeln Kinder sogar Schuldgefühle und fühlen sich für den Tod verantwortlich.

 

Scheuen sie sich nicht, professionelle Hilfe hinzu zu ziehen, wenn sie sich unsicher sind oder überfordert fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinder- oder Hausartzt darüber.

Bitte informieren Sie auch den Kindergarten / die Schule  über den Trauerfall, um das Kind dort besser auffangen zu können.

 

Bitte bedenken Sie, dass Trauer Zeit braucht - bei großen,

wie bei kleinen Menschen!

 

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an. Wir finden mit Ihnen gemeinsam Wege, um auch den Kindern und Jugendlichen in der Familie einen Abschied zu ermöglichen.

Ein altersgemäßes (Bilder-) Buch ist meisten sehr hilfreich - für beide Seiten.

Man kommt ins Gespräch über das Unfassbare, trauert gemeinsam. Und das Kind versteht nun vielleicht besser,  was z.B. am Tag der Beerdigung passiert. Das ist für Kinder sehr wichtig. Sie möchte begreifen, was vor sich geht. Nur so haben sie eine Chance, die Trauer verarbeiten.

 

Gerne geben wir Ihnen einen "Erste-Hilfe-Plan für Eltern und Kinder" im Trauerfall

an die Hand.

 

Zudem arbeiten wir mit einer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin zusammen und können auf Wunsch Kontakt herstellen.

 

Fachinstitut für Bestattungen      Samer & Wollnich Gießener Str. 30    35444 Biebertal

Öffnungszeiten

Telefonisch

sind wir Tag & Nacht

für Sie erreichbar.

An 365 Tagen im Jahr.

 

Unsere Ausstellungs- und Beratungsräume

sind nur zu im voraus vereinbarten Terminen besetzt. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen persönlichen  Gesprächstermin.